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Südostasien · Inselrunde
Unsere Route
Allgemeines
Bangkok als Einstieg, dann mit dem Flugzeug nach Ranong und weiter mit der Fähre auf die noch ursprüngliche Insel Koh Phayam. Durch den Dschungel von Khao Sok, auf dem Stausee schlafen – und dann die Inselkette Koh Lanta, Koh Bulon Le bis Koh Lipe als Finale.
Stationen


Das Jahr begann eigentlich mit guten Vorsätzen. Eigentlich. Denn wie so oft hielten sie genau bis zum ersten Härtetest. Bereits am 31.12. sind wir zu unseren Freunden Sarah und Steffen gefahren, um gemeinsam ins neue Jahr und gleichzeitig in den Urlaub zu starten. Der Plan war eindeutig: ein ruhiger, gemütlicher Silvesterabend – mit nicht zu viel Alkohol, damit wir am nächsten Tag fit für die Reise sind.
Die Realität sah etwas anders aus. Bis Mitternacht lief alles nach Plan. Danach wollten wir nur noch „kurz" bei den Nachbarn zum Anstoßen vorbeischauen. Aus diesem „kurz" wurden dann mehrere Stunden, sodass wir erst gegen 4 Uhr morgens wieder zu Hause waren. So viel zum Thema gute Vorsätze.
Zum Glück ging unser Flug erst am Abend. Ein Bekannter brachte uns zum Frankfurter Flughafen, sodass wir uns diesmal nicht um Parkplätze kümmern mussten. Dank unseres Priority Passes konnten wir vor dem Abflug noch die Lounge nutzen, etwas essen und bei einem kleinen Bier entspannt in den Urlaub starten. Um 20:55 Uhr hob unser Direktflug mit Thai Airways nach Bangkok ab – für 732 € pro Person ein sehr angenehmer Flug mit gutem Service.
Am 2. Januar landeten wir um 13:45 Uhr am Flughafen Bangkok (BKK). Für den Transfer hatten wir bereits vorab über GetYourGuide gebucht. Schon bei der Fahrt in die Stadt fiel auf, dass in Bangkok noch Ferien- und Feiertagsstimmung herrschte – die Straßen waren erstaunlich leer und bereits nach etwa 35 Minuten erreichten wir unser Hotel, das Boutique Poo-Yai Lee. Für zwei Nächte zahlten wir lediglich 74 € pro Doppelzimmer inklusive Frühstück. Die Zimmer waren sauber, die Dusche hatte ordentlich Wasserdruck und sogar ein kleiner Balkon gehörte dazu.
Nach dem Check-in stärkten wir uns erst einmal im hoteleigenen Café, bevor wir uns frisch machten und noch einmal in die Stadt aufbrachen. Denn während unser Urlaub gerade begann, endete er für eine Kollegin und ihren Mann – die beiden waren extra noch einmal vom Flughafen zurück in die Stadt gefahren, damit wir uns vor ihrer Heimreise auf ein gemeinsames Abendessen treffen konnten.
Unsere Wahl fiel auf das Nanthong – ein Restaurant mit schönem Innenhof, viel Platz und einer wirklich entspannten Atmosphäre. Das Essen war lecker, der Biertower ebenfalls und auch die Cocktails konnten überzeugen. Danach ging es zurück ins Hotel. Nach der langen Anreise, dem Jahreswechsel und den wenigen Stunden Schlaf fühlte sich das Bett plötzlich wie purer Luxus an. Der Urlaub hatte begonnen.
Nach dem Frühstück machen wir uns direkt auf den Weg zum berühmten Chatuchak Weekend Market. Da wir möglichst vor den großen Menschenmassen und der Mittagshitze dort sein wollen, starten wir gleich am Morgen. Der Markt gilt als einer der größten Wochenendmärkte der Welt – auf einer riesigen Fläche verteilen sich rund 15.000 Stände: Kleidung, Kunsthandwerk, Pflanzen, Haustierbedarf, Möbel, Souvenirs und unzählige Street-Food-Stände. Touristen und Einheimische auf Schatzsuche.
Irgendwann reicht es uns aber, wir verabreden uns am Uhrturm und ziehen jeder auf eigene Entdeckungstour los. Zwischendurch gönnen wir uns einen frischen Fruchtsaft und eine entspannende Fußmassage. Und natürlich landet auch der ein oder andere Street-Food-Snack in der Hand.
Irgendwann kehren wir zurück zum Hotel. Für den Abend hatten wir eigentlich einen entspannten Plan: Mit dem Chao Phraya Express Boat auf dem Fluss Richtung Altstadt fahren, den Sonnenuntergang genießen und dabei die Sehenswürdigkeiten Bangkoks vom Wasser aus bewundern. Die Orange Line verbindet viele wichtige Anlegestellen entlang des Flusses und ist eine günstige Möglichkeit, Bangkok aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben.
Nur leider nicht an diesem Tag. Warum auch immer wurde der Betrieb bereits gegen 16 Uhr eingestellt – ob Feiertag, Sonderfahrplan oder organisatorische Gründe, wir haben es nicht herausgefunden. Unser Sunset-Plan fiel damit buchstäblich ins Wasser.
Also laufen wir einfach los und schauen, was der Abend stattdessen bereithält. Und manchmal sind genau diese ungeplanten Momente die besten. Durch Zufall stoßen wir auf den The Camping Ground – einen großen, offenen Treffpunkt unter schattigen Bäumen mit zahlreichen Food- und Getränkeständen sowie vielen Sitzgelegenheiten. Die Atmosphäre ist entspannt, die Auswahl riesig und perfekt, um sich quer durchs Angebot zu probieren.
Wir probieren uns durch Pad Thai, Steak und süße Crêpes, genießen die lockere Stimmung unter Lichterketten und lassen den Abend gemütlich ausklingen. Zurück zum Hotel geht es anschließend bequem mit Bolt.
Den 4. Januar starten wir früh: Unser am Vorabend gebuchter Bolt-Fahrer holt uns pünktlich ab, um 7:35 Uhr hebt unser Flieger vom Don Mueang (DMK) Richtung Ranong (UNN) ab. Mit Thai AirAsia und Aufgabegepäck zahlen wir 119 € pro Person.
Nach 1 Stunde 20 Minuten landen wir in Ranong, wo uns bereits ein Fahrer zum Pier erwartet. Die Speedboat-Tickets für 350 Baht pro Person holen wir direkt vor Ort und wir haben Glück: Das nächste Boot legt 45 Minuten später ab. Es wird kuschelig im Boot, aber bei knapp 45 Minuten Fahrtzeit ist das absolut kein Problem.
Vom Pier laufen wir direkt zu unserem Hotel, dem Nitiporn Resort. Die Lage ist toll: Strandfront, Frühstück mit Meerblick, freundliches Personal und ein kostenloser Shuttle zurück zum Pier am Abreisetag. Die Zimmer sind großzügig, im Industrial-Beton-Look, alles sauber und funktional.
Aber würden wir es wieder buchen? Ehrlich gesagt: wahrscheinlich nicht als erste Wahl. Unsere Zimmer lagen auf der anderen Seite der Straße, und nach ein paar Tagen auf der Insel wissen wir: Die schönere Lage ist zwischen Hippy Bar und Rock View. Weit ist auf Koh Phayam aber sowieso nichts und ein Roller ist schnell gemietet, die Tuk-Tuks fahren zu Festpreisen.
Nach dem Check-in schlendern wir die Piermeile entlang. Einige Restaurants haben noch geschlossen, im Nong Taew ergattern wir einen Tisch direkt am Wasser. Die Wartezeit war lang, die Drinks nicht wirklich kalt – aber das Essen war lecker, und mit dem Blick aufs Meer hat man alle Zeit der Welt.
Vor Ort treffen wir Jan, einen alten Kollegen, den ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Durch Zufall hatten wir beide zur selben Zeit Koh Phayam auf dem Plan. Er ist schon seit eineinhalb Wochen hier, kennt die Insel schon sehr gut und hat für den nächsten Abend bereits einen Konzertvorschlag parat.
Am frühen Nachmittag testen wir noch kurz unseren Pool (eiskalt) und das Meer, dann leihen wir uns im Ort zwei Roller und fahren zu Jan ins Hotel. Er hat im Heaven Resort and Art einen Bungalow direkt am Meer – das wäre nächstes Mal auch unsere Wahl – und wir verbringen dort unseren ersten Sonnenuntergang auf Koh Phayam.
Direkt am Strand vor Jans Bungalow im Heaven Resort and Art genießen wir unseren ersten Sonnenuntergang auf Koh Phayam – ein Bilderbuch-Start in die Inselzeit. Auf dem Rückweg kehren wir noch im Restaurant Ying ein: Es gibt leckere Meeresfrüchte, Fisch und Fleisch – absolut empfehlenswert.
Der zweite Tag auf Koh Phayam startet mit einem leckeren Frühstück direkt am Meer. Danach trenne ich mich für eine Weile von der Gruppe und fahre mit dem Roller zum Yoga. Ich habe mir beim Dragonfly Kundalini eine Stunde gebucht – und allein der Ort ist die Fahrt wert. Die Auffahrt mit dem Roller ist ziemlich abenteuerlich (die Abfahrt später noch lustiger), aber der Ausblick ist der Wahnsinn, und genau davor findet die Yogastunde in einer offenen Yoga-Shala statt. Die Stunde ist klasse, am liebsten wäre ich noch länger geblieben.
Zurück im Hotel wird nur kurz frisch gemacht, dann treffen wir uns mit Jan zu einer Insel-Erkundungstour. Mit den Rollern halten wir ziemlich schnell zum ersten Mal an, weil wir im Island View Cafe einen Saft und die Aussicht genießen wollen. Was für eine Aussicht! Gegessen haben wir dort nichts, aber das Café ist wunderschön, das Personal freundlich und der Blick, wie gesagt, großartig. Anschließend drehen wir eine große Inselrunde, unser nächster Halt ist der Strand Ao Kwang Peeb. Dort baden wir eine Runde und sitzen am Strand – voller als gedacht, aber völlig in Ordnung und einen Ausflug wert, wie eigentlich alles auf dieser Insel.
Mit ein, zwei Schlenkern – weil das Fahren einfach zu schön ist – geht es weiter zur berühmten Hippie Bar, wo unsere beiden anderen Reisegefährten bereits warten.
Die Hippie Bar ist keine normale Bar, sondern eher ein begehbares Kunstwerk: ein Piratenschiff aus Treibholz mit unzähligen verwinkelten Plateaus, Brücken, Treppen und liebevollen Details. Jede Ecke hat ihre Besonderheiten, man bräuchte deutlich mehr Zeit, um wirklich alles zu entdecken. Wir haben an diesem Nachmittag leider nur ein Stündchen für eine Getränkepause – die abendlichen Feiern und Konzerte erleben wir bei unserem Aufenthalt nicht mehr. Wir hätten wirklich mehr Zeit auf der Insel gebraucht. Auch die Lage ist traumhaft: direkt am nördlichen Ende vom Buffalo Beach – ein weiterer Grund, beim nächsten Mal auf der anderen Seite der Insel zu wohnen. Sogar mehrere Nashornvögel zeigen sich in den umliegenden Bäumen.
Wir düsen zurück ins Hotel und machen uns fertig für den Abend. Mit dem TukTuk geht es zunächst in die Samosa Bar, um dort den traumhaften Sonnenuntergang zu erleben. Wir ergattern noch einen Tisch direkt am Strand und haben einen perfekten Blick auf das Lichtspiel und die Spiegelungen im Wasser. 1000 Fotos später kann man sich immer noch nicht sattsehen. Essen und Getränke in der Samosa Bar sind lecker, wenn auch nicht spektakulär – aber in Kombination mit diesem Blick einfach unschlagbar.
Als es dunkel wird und unser Essen verspeist ist, geht es gleich weiter: In der Freedom Bar ist ein Reggae-Konzert angekündigt, Jan hatte uns davon erzählt. Für 250 Baht holen wir uns eine Karte und starten in einen verrückten, großartigen Abend. Die Band spielt bis 1 Uhr, alle sind entspannt und gut drauf – wir trinken gemütlich einiges, singen und tanzen zwischendurch und essen später einen der besten Burger unseres Lebens. Rückblickend ist nicht ganz klar, ob der Burger wirklich so unglaublich lecker war oder ob einfach die Menge an Rum-Cola und die Uhrzeit ihren Teil dazu beigetragen haben.
Müde, satt und zufrieden geht es schließlich mit dem TukTuk zurück ins Hotel.
P.S.: Abends sind die TukTuk-Raten doppelt so hoch wie tagsüber – handeln nützt nichts.
Der vorangegangene Abend war recht lang, daher haben wir erstmal ausgeschlafen und dann wieder am Strand gefrühstückt. Wir sind nicht so richtig in die Gänge gekommen und haben schon mal die Rucksäcke soweit möglich gepackt und die Abrechnung der letzten Tage gemacht. Dafür nutzen wir die App Settle Up, die sich für die Übersichtlichkeit als extrem nützlich erwiesen hat. Gerade wenn man mit mehreren unterwegs ist und jeder mal zahlt, kommt so nichts durcheinander, wer was und wie viel übernommen hat.
Gegen frühen Nachmittag sind wir wieder unterwegs gewesen. Zunächst noch was gegessen im gleichen Restaurant wie am Ankunftstag. Der Hund vor Ort hat unsere aktuelle Stimmung ganz gut wiedergegeben :-)
Anschließend sind wir auf der Suche nach einer Massage. Zu viert gar nicht mal so leicht, mit dem Roller hatten wir aber immerhin die Möglichkeit, unsere Suche deutlich zu erweitern. Schlussendlich haben wir alle was gefunden, mussten uns aber auf zwei Massagestudios aufteilen.
Zurück im Hotel war dann die Planung für abends angesagt. Wir wollten nochmal zu Jan rüber, und in der Rockbar gab es eine Veranstaltung – Summer Vibes klang vielversprechend. Die beiden anderen wollten nicht wieder auf die andere Seite und haben sich für Essen gehen vor Ort entschieden.
Vorher haben wir noch die Roller abgegeben, da es am nächsten Morgen zu hektisch geworden wäre. Und nach dem Barbesuch hätten wir eh nicht mehr fahren dürfen.
Also ab ins TukTuk und rüber zur Rockbar. Es war sehr voll, daher haben wir entschieden, erstmal bei und mit Jan in seinem Hotel zu essen. War sehr lecker, und die Aussicht direkt am Strand natürlich wieder großartig.
Zurück in der Rockbar war es immer noch voll, aber mit einem Getränk konnten wir uns entspannter auf eine der Treppen setzen. Die Rockbar selbst ist schon einen Besuch wert. Jeder Statiker würde Herzrasen bekommen, und Bauvorschriften werden auch hier durch Kreativität ersetzt. Also wieder eine tolle, entspannte Location. Beim Laufen einfach ein bisschen Augen auf und ausbalancieren, dann kommt man über viele schmale Treppen überall hin.
Der TukTuk-Fahrer, der uns zurückbringen sollte, kam leider nicht. Daher sind wir die ganze Strecke zurückgelaufen und dadurch schön müde anschließend ins Bett gefallen. Am nächsten Tag geht die Reise weiter.